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  Wochenende! ... zwischendecken

In ausgesuchten Kneipen Basels trägt Ulrich Mattes speziell für die Orte gefertigte Spieltischdecken auf. Wir bleiben jeweils für ein Getränk, spielen ein bißchen und überlassen dann die Tischdecken ihrem wochenendlichen Kultur-Schicksal ... wir wandern zu weiteren Darbietungen und finden das Ende im Restaurant Don Camillo, Warteck PP, Burgweg 7, Basel ... es könnte später werden!

Das Ausbringen von "interaktiven" Tischdecken in die Kneipen, Kantinen und Restaurants der Umgebung der "eigentlichen" Ausstellungsorte findet seit 2008 statt. Unter dem Paradigma Create and Forget wird die Produktions- wie Konsumentenhaltung der instant gratification (sofortige Befriedigung) untersucht und in verschiedenen Formen in den (halb)öffentlichen Raum verbracht.



 

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Das Ausbringen der Tischdecken erfolgte am Freitag, 23. September 2011. Die Gestaltung bezieht sich auf das im Abriß befindliche Kinderspital an der Römergasse, gleich um die Ecke unserer Gastgeber. Anfang Mai 2011 war es unter großer Mitwirkung der Bevölkerung besetzt worden. In der Nacht stürzte ein Jugendlicher betrunken vom Dach und verletzte sich schwer. Danach hat der Veranstalter die Besetzung abgebrochen. Die Stadt Basel nutzte die Schocklücke zum Abriß, obgleich der Besetzung gute Chancen attestiert worden waren. Es sollen nun 83 Eigentumswohnungen in bester Rheinhanggegend gebaut werden. Die Ausbringungsorte der Tischdecken können auch als touristischer Rundgang durch die Basler Szene genutzt werden:

Sud - Grand Cafe | Bar, Warteck PP [www] im Burgweg 7, 4058 Basel

Das Unternehmen Mitte [www] in der Gerbergasse 30, 4001 Basel

Das Café zum Roten Engel in der Andreasplatz 15, 4051 Basel

Das Clubhaus Wassersportverein [www] am St. Johanns-Rheinweg 44, 4056 Basel

Provisorische Tramhaltestelle [www] an der Ecke Feldbergstrasse / Claragraben, 4057 Basel

Das Café la cuna - das mediencafé [www] in der Feldbergstrasse 70, 4057 Basel

Das Carambolage in der Sommerresidenz [www] in der Erlenstrasse 34, 4058 Basel

Zum Goldenen Fass [www] in der Hammerstrasse 108, 4057 Basel

Im Hirscheneck [www] am Lindenberg 23, 4058 Basel

Don Camillo, Warteck PP [www], Burgweg 7, 4058 Basel

... und im Nachhinein per Patenschaft:

KaBar [www] in der Klybeckstrasse 1b, 4005 Basel

Das Beiblatt zu den Tischdecken:

Spielen Sie mit ihrem Saftglas, laufen Sie die Felder ab, verlangen Sie gegebenenfalls Würfel beim Personal. Spielen Sie alleine oder in Gesellschaft, geben Sie sich ihre Regeln für das Spiel in Absprache mit den anderen Mitgliedern der zufällig sich einstellenden Spielgemeinschaft. Machen Sie Fortschritte:

Widersprechen Sie immer
beim Erreichen des „W“-Felds


Lassen Sie im roten „O“-Feld
Obacht walten


Erinnern Sie sich gründlich
auf dem „R“ des „reminder“


Geben Sie sich eine Aufgabe
bei „K“ wie „Kümmern“


Im Hintergrund des Stalls zu Bethlehem findet sich bei Darstellungen der Geburt Christi gerne ein Stück römischer Mauerrest. Seit dem 15. Jahrhundert wurde das Malen von Ruinen zunehmend beliebter, um der Vergänglichkeit ein illustratives Gewicht zu verleihen. Im 17./18. Jahrhundert und ganz besonders bei den Romantikern erhält das Ruinöse die vorläufige „Salonweihe“. Italienreisende stolperten durch reichlich Anschauungsmaterial, um literarisch wie malerisch das Repertoire des Ausdrucks zu erweitern und gar die Erde selbst als Ruine zu behaupten und so darzustellen, dass sie endlich nurmehr als Archiv aus Überresten mensch-lichen Wirkens daherkommt, wenn eine Menschheit längst nicht mehr ist. Die Psychoanalyse hat das Motiv der Ruine als Sinnbild archäologischer Erinnerungs-arbeit begriffen. Die Ästhetik der Erhabenheit kommt ohne Ruinen ebenfalls nicht aus und Industrieruinen sind seit geraumer Zeit Orte der Begehrlichkeit zur Schaffung neuer Freiräume einerseits und zur Genese neuen Kapitals andererseits geworden. Welches Label wollte da nicht gerne im morbiden Charme ruinierter Welten posieren lassen!

Die aktuelle Ruine in Basel:
Kinderspital am Schaffhauserrheinweg

 


Eine Veranstaltung von Kaskadenkondensator (Basel, CH) in Kooperation mit KiöR e.V. (Hamburg, DE) und Künstler_innen aus der Schweiz